Viele Grüße aus Blauland

Im Rahmen unseres Kunstprojekts zur Farbe „BLAU“ sind tolle Bilder, Geschichten und Ergebnisse entstanden! Hier bekommen sie einen kleinen Einblick über das Projekt.

Eines Morgens steht ein kleiner Koffer in unserer Klasse. Eine Briefmarke ist darauf geklebt und man liest zusätzlich den Aufdruck:„Viele Grüße aus Blauland“. Die Kinder der Igel- und Eulenklasse sind erstaunt, denn in dem Koffer befinden sich 4 traurige kleine Blauraupen.

Sie erzählen uns ihre Geschichte:

Im Blauland war ein großes Gewitter mit Donner und Blitzen. Die Erde fing an zu beben. Jedesmal, wenn sie das tat, fielen von den Blauraupen Kreise ab, so dass die Blauraupen am Ende gar keine richtigen Blauraupen mehr waren und sich nicht mehr gut bewegen konnten. Sie krochen mit letzter Kraft in diesen Koffer und schickten sich an die Igel- und Eulenklasse in Rothwesten, weil sie gehört hatten, dass die Kinder dort so gerne mit Wasserfarben malten und experimentierten.


„Wir mischen Blautöne und basteln neue Kreise für die Blauraupen, dann sind sie wieder glücklich“, riefen die Kinder sofort begeistert im Morgenkreis und machten sich gleich an die Arbeit. Kurze Zeit später war auch schon der nächste Plan ins Auge gefasst. „Die Blauraupen brauchen Freunde, damit sie sich so richtig wohlfühlen bei uns.“ Gesagt, getan! Es wurde gemischt, mit Deckweiß experimentiert und ausprobiert.

Farbexperimente von Leon Wenzel, Igelklasse
Farbexperimente von Leon Wenzel, Igelklasse

Schnell hatten die Kinder der flexiblen Eingangsstufe (Jahrgang 1/2) selbständig ein Gespür für Farben und Mischregeln entwickelt und unter anderem entdeckt, dass Farben unterschiedlich aufeinander reagierten und zum Teil neue Farben hervorbrachten. Mit etwas Deckweiß wird eine Farbe heller. Mit Schwarz kann ich Farben abdunkeln. Wenn ich viel Farbe nehme, wird eine Farbe kräftig.und und und. Es entstanden viele unterschiedliche Blautöne und die Raupen wurden von Stunde zu Stunde länger und glücklicher.

Die ersten Blauraupen entstehen!
Die ersten Blauraupen entstehen!

Eine Ausstellung entsteht!

Nachdem nun alle Raupen wieder richtige Blauraupen waren, beschäftigten wir uns weiterhin mit Blautönen und ihrer Vielfalt. Die Kinder sortierten im Morgenkreis Blautöne von hell nach dunkel, grenzten ähnlich erscheinende Farben von Blau ab und schulten damit nicht nur in vielerlei Hinsicht ihre Wahrnehmung, sondern diskutierten und tauschten sich immer wieder lebhaft über Farben aus.

Sie gingen auch zuhause auf Entdeckungsreise und brachten zahlreiche blaue Alltagsgegenstände mit, die im Rahmen einer großen Ausstellung im Klassenzimmer präsentiert wurden. Erstaunlich, was es alles in Blau gibt. Seht selbst!

Es wurden Bilder gemalt, ein ganzes Haus samt Mobiliar gebastelt und nicht zuletzt viele wunderbare Geschichten geschrieben und präsentiert.

Lilli Briggl bastelt mit ihrer Gruppe ein ganzes Haus für die Blauraupen.
Lilli Briggl bastelt mit ihrer Gruppe ein ganzes Haus für die Blauraupen.
Es werden immer mehr Raupen, Bilder und Geschichten....
Es werden immer mehr Raupen, Bilder und Geschichten....

Nur gut, dass die Blauraupen sich vor einigen Wochen entschlossen hatten in unsere Klassen zu kommen. Der lange Weg aus dem zerstörten Blauland hat sich gelohnt.

Dank unserer hilfsbereiten und äußerst kreativen Eulen- und Igelkinder haben sie wieder ein neues Zuhause gefunden und sind glücklich!  


                                                                            …und wir sind es auch




Schülertexte und Bilder zum Blauland!

Der Blaumensch

Es war einmal eine Blauschule. Da hielt die Lehrerin gerade Unterricht und sie sagt anschließend:“Wir machen einen Ausflug“. Und die Lehrerin packte lieber noch ein Zelt ein und anschließend gingen sie los. Eine Raupe hieß Frida. Frida fiel hin und sie verletzte sich an einem Kreis. Sie kamen an einem Arzt vorbei und sie gingen zu ihm. Er verheilte die Wunde und sie gingen weiter. Dann kamen sie an einen Wald. Im Wald suchten sie Essen und Trinken. Als sie am Lagerfeuer saßen näherte sich plötzlich eine Gestalt.

Es ist ein Blaumensch! Der Blaumensch isst gerne kleine Blauraupenkinder. Er hatte einen Sack. Da gingen alle schlafen nur der Blaumensch nicht. Mitten in der Nacht als alle schliefen, kam der Blaumensch aus seinem Versteck. Er nahm den Sack und machte alle kleinen Blauraupen außer der Lehrerin hinein. Dann nimmt er alle mit auf seine Burg. Die Blauraupen wachten in der Burg auf. Die Lehrerin ist inzwischen wach geworden. Sie machte sich schreckliche Sorgen. Da kamen auf einmal zwei Drachen. Sie stießen den Turm um und schnappten sich die Blauraupen und brachten die Blauraupen wieder zurück. Die Lehrerin war sehr glücklich. Und die Drachen erledigten den Blaumenschen. Die Blauraupen und die Lehrerin gingen ins Schwimmbad.

 

von Hanna Rothmann


Die verschiedenen Länder

184 lebten viele, viele Blauraupen. Die fahren mit einem Auto und wollten zum Blau-Real. Plötzlich auf dem Parkplatz kommt ihnen eine Grünraupe entgegen und sie fragen: „ Wer bist du?“ Die Grünraupe sagt: „Ich bin eine Grünraupe und ich habe mich verirrt und kenne den Weg nicht mehr zurück“. „Komm wir bringen dich wieder zurück,“ antworten die Blauraupen und die Grünraupe sagt: „Danke, Danke, Danke.“

Dann fuhren sie mit einem Auto los und da sagt eine Blauraupe: „Ist das nicht dein Land?“ Die Grünraupe sagt: „Nein, das ist Gelbland.“ Auf der anderen Seite. „Nein, das ist Lilaland.“und auf der anderen Seite?“ Nein“, sagt wieder die Grünraupe, „das istne warte mal?! Gib mir das. Das ist doch mein Land. Gib Vollgas! Auf zu meinem Land“. Sie fuhren mit Vollgas zum Grünland.

Nach einiger Zeit waren sie in Grünland angekommen. Die Blauraupen sind überrascht wie grün alles ist, nur grün. Die Blauraupen sind sprachlos! Alles nur grünnur grün.

 

Eine Blauraupe musste weinen vor Glück!

 

von Kejwan Rezaei


Es war einmal im Jahr 2015. Blauraupen spazieren im Wald herum. Auf einmal raschelte es. Ein Babytiger kam aus dem Busch hervor. Die Blauraupen fragen: „Hast du dich verlaufen?“ „Ja, ich habe riesigen Hunger auf Milch. Aber wenn ich groß bin, dann esse ich Fleisch.“

 

von Helene Weiland